Projekt Beschreibung

Ein Mann und sein VW- Käfer, eine Gitarre und die „Peace“- Regen­bo­gen­fahne. Der Mann spielt Gitarre und singt ein selb­st getex­tetes Lied für den Frieden.

Eigentlich eine gute Sache, sehr sympathisch.

Aber weil das Ganze am Kar­fre­itag stat­tfind­et, für die Stadt Lin­dau ein Grund für ein Bußgeld­ver­fahren: Nach dem Feiertags­ge­setz ist der Kar­fre­itag bekan­nter­maßen ein soge­nan­nter „stiller Feiertag“, der u.a. „öffentliche Unter­haltsver­anstal­tun­gen“ ver­bi­etet. Das „bunte und schrille Auftreten“ unseres Man­dan­ten störe den Geist dieses Tages und sei deshalb als Ordnungs­widrigkeit zu ahn­den, so die Stadt.

Dass die glob­ale Friedens­be­we­gung bere­its seit den 60er Jahren Friedens­märsche durch ganz Deutsch­land auch am Kar­fre­itag ver­anstal­tet, dass ein engagiertes Auftreten für den Frieden wohl kaum eine Unter­hal­tungsver­anstal­tung ist und dass es ger­ade für katholis­che oder wenig­stens christliche Prä­gun­gen kaum einen besseren Tag als den Kar­fre­itag geben kön­nte, um auf den Welt­frieden hinzuwirken – egal.

Nach Inter­ven­tion von Rechtsanwältin Bauer wurde das Ver­fahren eingestellt, weil der Man­dant keine Ordnungs­widrigkeit began­gen hat.